Freitag, 22. September 2017

Rezension: Achtnacht

Autor: Sebastian Fitzek
Seitanzahl: 416
Erscheinungsjahr: 2017
VerlagKnaur Taschenbuchverlag
Darum geht’s:
Klappentext:

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.
Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief. Und Ihr Name wurde gezogen!



Besonderheiten:

Fazit:
Wer den Film „The Purge“ kennt, dem werden schon beim Klappentext einige Gemeinsamkeiten auffallen. Dieses ist auch genauso gewollt und kommt nicht von ungefähr, da sich der Autor von diesem Film hat inspirieren lassen.
Dennoch braucht man keinen schnöden Abklatsch zu befürchten. Herr Fitzek hat es wirklich geschafft, seine ganz eigene Version zu erzählen.
Generell finde ich die Idee sehr interessant. Diese bietet, meiner Meinung nach ein großes Potential für diverse Handlungsverläufe und Entwicklungen. Daher war die Spannung bei mir bereits am Anfang schon sehr hoch und ich fing begeistert an zu lesen. Der Anfang war für mich vielversprechend, jedoch baute die Geschichte im Laufe der Zeit immer weiter ab. Vor allem zur Mitte hin, kam mir die Geschichte recht langweilig vor. Es passierte einfach nicht viel. Die Charaktere irrten durch Berlin, schienen teilweise nicht wirklich einen Plan zu haben und auch einige Handlungen konnte ich nicht so gut nachvollziehen bzw. fand ich zu unlogisch innerhalb dieses Settings.
Für meinen Geschmack ein wenig viel seichtes Geplänkel, welches nicht wirklich wichtig war um die Geschichte voran zu bringen. Die Protagonisten waren mir nicht unsympathisch aber auch nicht sympathisch, sie waren einfach da – eher flache Charaktere, mit wenig Tiefgang. Das fände ich gar nicht unbedingt schlimm, wenn mich der Rest der Geschichte umgehauen hätte, was leider nicht der Fall war.
Mir fehlte einfach das rasante an der Geschichte, die Action, die Spannung und das mit fiebern. Wirklich Schade, da ich die Idee sehr mochte. Der Schreibstil ist mal wieder super, so wie bei jedem Buch,  welches ich bisher von Sebastian Fitzek gelesen habe. Da habe ich wirklich rein gar nichts dran zu meckern, und alles ist sehr flüssig und verständlich zu lesen.
Teilweise habe ich jedoch auch das Hörbuch gehört (ungekürzt natürlich), dieses war unglaublich gut von Simon Jäger vertont und lässt sich auch sehr leicht hören.
Das Buch kann man mal locker lesen oder hören – muss man aber nicht. Für zwischendurch finde ich es ganz OK, es hat durchaus einige interessante Ansätze, die auch zum nachdenken anregen. Wenn man allerdings eingefleischter Fitzek Fan ist, könnte man enttäuscht werden. Ich bin noch ein ziemlicher Fitzek Anfänger,  dies war erst mein vierter Fitzek, aber ich habe einfach mehr erwartet (Das Paket, der Seelenbrecher und Abgeschnitten fand ich sehr gut bis großartig).  Ich kann das Buch also nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.
Ich bin gespannt, wie der nächste Fitzek wird (hoffentlich besser :D).

Meine Wertung:

2,5 von 5 Tales Corner

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