Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: Dem Horizont so nah

Autor:  Jessica Koch
Seitenanzahl: 435
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Feuerwerke Verlag
Anmerkung vor weg:
Leider kann ich zu diesem Buch keine selbstverfasste Zusammenfassung schreiben, denn ich befürchte, dass ich dabei massiv Spoilern würde und müsste. Ich könnte mir aber Vorstellen zu diesem Buch noch mal einen extra Spoiler Beitrag zu schreiben, um weitere Gedanken, dazu loszuwerden. Was haltet Ihr davon?
Klappentext:
Jessica ist jung, liebt das unkomplizierte Leben und hat Aussichten auf eine vielversprechende Zukunft. Als sie eines Abends das Haus verlässt, ahnt sie nicht, dass sie ihrer großen Liebe begegnen wird. Sie ahnt nicht, dass diese Begegnung ihr gesamtes Weltbild verändern wird. Und vor allem ahnt sie nicht, dass sie schon bald vor der schwerwiegendsten Entscheidung ihres Lebens stehen wird …





Besonderheiten:
Das Buch basiert auf wahren Begebenheiten, welche die Autorin erlebte und ursprünglich nur für sich niederschrieb, um das Geschehene besser zu verarbeiten.
Fazit:
Erst einmal muss ich loswerden, dass  das Buch nichts für schwache Nerven ist. Ich bin mir sicher das dieses Buch, Menschen mit psychischen Problemen, triggern kann.  Wer sich in unsicher ist, sollte dieses Buch lieber nicht lesen oder sich vorab einige Rezensionen durchlesen, welche Spoiler enthalten. Leseproben gibt es ebenfalls im Netz.
Ich selbst sehe mich als psychisch ziemlich stabile Person an, aber dieses Buch hat sogar mich ganz schön mitgenommen. Ich habe schon einige Bücher gelesen, welche manchmal schwer zu verkraften waren, aber dieses Buch toppt das alles irgendwie noch. Die Geschichte berührt, macht wütend, traurig, zerrt stark an den Nerven und macht sprachlos. Die negativen Gefühle überwiegen dabei definitiv und das muss man echt ertragen können. Für mich war es sehr hart an der Grenze.
Daher kann ich auch gar nicht wirklich sagen, ob ich das Buch nun gut fand oder schlecht. Es löst auf jeden Fall viele Emotionen aus und regt zum nachdenken an, was aufgrund der schwer zu ertragenden Geschichte aber häufig in eine negative Richtung geht. Vermutlich nahm mich die Geschichte auch so sehr mit, weil sie wahr ist und von der Autorin so erlebt wurde.
Der Schreibstil ist relativ einfach, nicht unangenehm und leicht zu lesen. Für meinen Geschmack manchmal zu viele Wortwiederholungen.
Ich weiß wirklich nicht ob ich die anderen Bände der Reihe noch lesen soll oder ob mich das Ganze doch zu sehr mitnimmt. Generell ist die Geschichte auch interessant, aber mir evtl. doch zu krass. Auf jeden Fall kann ich nicht direkt weiterlesen, sondern muss erst eine Pause machen. Falls ich dann doch noch wissen will wie es weiter geht, werde ich weiterlesen.
Das Buch wird übrigens gerne mal als „Liebesroman“ angepriesen, ist es aber meiner Meinung nach absolut nicht. Es ist ein Roman über wirklich grausame,  niederschmetternde Erfahrungen und so viel Leid, welches man noch nicht mal in mehreren Leben verkraften könnte.
Meine Wertung:
3 von 5 Tales Corner

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