Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: Dem Tod die Hand reichen

Autor: Terry Pratchett
Seitenanzahl: 80
Verlag: Manhattan Verlag
Erscheinungsjahr: 2016
Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt durch das Bloggerportal - vielen Dank.

Darum geht’s:
Es handelt sich nicht um einen klassischen Terry Pratchett Roman sondern um eine Rede, welche er im Rahmen der Dimbleby Lecture gehalten hat. Richard Dimbleby war ein britischer Jounalist, welcher der erste Korrespondent und später  Nachrichtensprecher, der BBC, war.  Einmal im Jahr wird zu seinen Ehren ein Vortrag gehalten und im Jahr 2010 durfte Terry Pratchett dieses übernehmen.  Drei Jahre zuvor gab Terry Pratchett bekannt, dass bei Ihm eine seltene Form von Alzheimer diagnostiziert wurde. In seiner Rede geht es um seine Krankheit und um seinen Zorn darüber wie mit dieser Krankheit umgegangen wird. Dabei geht es auch um aktive Sterbehilfe.


 »Die meisten Menschen fürchten sich nicht vor dem Tod. Sie fürchten sich vor dem, was davor kommt – dem Messer, dem Schiffsuntergang, der Krankheit, der Bombe. Wenn man Glück hat, gehen diese Schrecken dem Augenblick des Sterbens nur um Nanosekunden voraus. Hat man Pech, können es Jahre sein.« – Terry Pratchett

Fazit:
Terry Pratchett war ein großartiger Autor und wird es auch immer bleiben. Er wird nie in Vergessenheit geraten und durch seine wundervollen Werke ewig Leben.  Seine Rede ist, verständlicher Weise, sehr emotionsgeladen. Man spürt seinen Zorn gegen das System und dagegen, dass er keinen ärztlich begleiteten Tod haben darf, den er sich wünscht. Er weiß wie seine Krankheit enden wird und hatte, zu dem Zeitpunkt seiner Rede, bereits mit den Einschränkungen seiner kognitive Fähigkeiten zu kämpfen. Für mich war es sehr traurig seine Rede zu lesen, da er einer meiner absoluten Lieblingsautoren war und auch immer noch ist. Daher war es von Anfang an ein emotionales unterfangen für mich dieses Buch zu lesen. Seine Rede hat mich berührt und sehr zum nachdenken angeregt. Ich kann Terry Pratchetts Überlegungen sehr gut nachvollziehen und bin mit Ihm einer Meinung zum Thema aktive Sterbehilfe. Ich hoffe seine Rede hat wenigstens einige Debatten zu diesem Thema ausgelöst. Die Rede kann ich jedem empfehlen, der sich für dieses Thema interessiert. Sie liest sich sehr gut, die Worte sind kraftvoll und ab und zu blitzt auch der wunderbare Humor von Terry Pratchett durch, für den er immer geliebt werden wird. Ich bin wirklich froh das die Rede auch in Buchform verlegt wurde.
“It is often said that before you die your life passes before your eyes. It is in fact true. It’s called living.” – Terry Pratchett

Meine Wertung:
5 von 5 Tales Corner



   

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