Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: Der Ozean am Ende der Straße

Autor: Neil Gaimann
Seiten: 238
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Eichborn
Kurzbeschreibung:
Es ist sehr schwierig für dieses Buch eine Zusammenfassung zu schreiben ohne irgendetwas zu verraten, daher erst einmal der Klappentext:
Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen…
Die Geschichte beginnt mit einem Mann, der in seinen Heimatort zurückkehrt, um dort an einer Beerdigung teilzunehmen.
Da er noch Zeit hat, fährt er ziellos durch die Gegend und versucht sich dabei an seine Kindheit zu erinnern, was ihm nicht so richtig gelingen will. Schließlich gelangt er, am Ende der Straße, an einen Hof. Er steigt aus, klopft an die Tür und als sie sich öffnet, weiß er wer vor ihm steht und seine Erinnerungen, an seine Kindheit und Lettie Hempstock, kommen langsam zurück.
Besonderheiten:
  • Der Name des Protagonisten wird niemals genannt. Man weiß lediglich, dass er 7 Jahre alt ist, während seiner Erinnerungen.
  • Es befinden sich einige Illustrationen in dem Buch.
Fazit:
Ein absolut fantastisches und gewaltiges Buch, trotz der geringen Seitenzahl. Es hat mich absolut gefesselt und ich versank richtig in der Geschichte. Neil Gaiman hat in dieser kurzen Geschichte, eine ganz eigene Welt erschaffen, in welcher die Kinder Abenteuer bestehen und oft eigene Ängste überwinden müssen. Die Kinder erfahren aber auch Leid während Ihrer Reise durch diese fantastische Welt. Dabei entsteht eine spannende, leicht düstere Atmosphäre, die manchmal auch fast schon melancholisch ist. Der Name Protagonisten wird nie genannt und noch nie kam mir ein Name so nebensächlich vor wie in diesem Buch. Die Emotionen des Protagonisten sind so gut beschrieben und authentisch, dass man keinen Namen mehr braucht um das Gefühl zu haben, man würde den Charakter kennen.
Das Buch bietet viele Möglichkeiten für Interpretationen, da nicht alle Fragen beantwortet werden und vieles im Dunkeln bleibt. Das empfinde ich aber nicht als störend und ich habe auch nicht das Gefühl, dass etwas fehlen würde in der Geschichte. Ganz im Gegenteil – ich denke selbst noch gerne über diese erstaunliche Geschichte nach.
Eines meiner Highlights 2016.
Meine Wertung:
5 von 5 Tales Corner

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen