Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: Nachts in meinem Haus

Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt durch das Bloggerportal - vielen Dank.
Autor:  Sabine Thiesler
Seitenanzahl: 513
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: Heyne Verlag
Kurzbeschreibung:
Ich habe wirklich Angst zu Spoilern, wenn ich die Kurzbeschreibung selbst verfasse. Deshalb gibt es bei diesem Buch nur den Klappentext, der das Wesentliche sehr gut zusammenfasst.
Klappentext:
Tom ist ein anerkannter Kunstmaler, dazu reich und glücklich verheiratet. Alles läuft perfekt für ihn. Bis eines Nachts in seinem Haus etwas Schreckliches passiert. Unter Schock flieht er in ein toskanisches Bergdorf. Doch was ihm zunächst wie das Paradies erscheint, entpuppt sich schnell als Hölle. Tom hält das Alleinsein nicht aus, fühlt sich eingesperrt und verfolgt. Als er begreift, dass er niemandem mehr vertrauen kann, auch seinen Freunden nicht, ist es zu spät: Er trifft eine verhängnisvolle Entscheidung . . .



Fazit:
Der Anfang des Buches war für mich ziemlich spannend und vor meinem inneren Auge begann schnell das Kopfkino, was für mich immer ein gutes Zeichen ist.
Leider war dieses Spannungsgefühl aber nicht von langer Dauer. Die meisten Charaktere wurden mit von Seite zu Seite immer unsympathischer und ich konnte dadurch, ab einem gewissen Punkt, auch nicht mehr so richtig mit diesen mitfühlen oder gar Mitleid oder ähnliches entwickeln. Das Buch springt zwischen verschiedenen Charakteren und deren Geschichten hin- und her, was ich generell sehr gerne mag und auch interessant finde. Vor allem wenn sich die einzelnen Geschichten dann zu einem Gesamtgebilde verstricken. In diesem Buch waren die Geschichten zu den Charakteren allerdings teilweise etwas langatmig und manchmal etwas zu viel des Guten. Dadurch ging die Spannung, für mich, immer wieder verloren.  Es war also ein auf und ab an Spannung und Langeweile. Die Geschichte wird auch schnell sehr vorhersehbar und teilweise etwas unlogisch. Das Handeln mancher Charaktere konnte ich absolut nicht nachvollziehen.
Der Schreibstil gefiel mir die meiste Zeit über sehr gut, doch leider wurde dieser durch wiederkehrende Sprüche wie z.B. „Erzähl mir keine Opern!“  durchbrochen. Solche Sprüche stören mich irgendwie, da ich sie auch selbst so selten höre oder niemanden kenne der so spricht. Sie „klingen“ für mich irgendwie unnatürlich, in gewissen Situationen, innerhalb der Geschichte. Aber vielleicht ist das auch Geschmackssache :).
Zum Ende hin nimmt das Buch dann doch noch mal stark an Fahrt auf, wird ordentlich spannend und schließt mit einem wirklich guten Ende ab.

Meine Wertung:
3 von 5 Tales Corner

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