Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: Pearl - Liebe macht sterblich

Autor: Julie Heiland
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: Fischer FJB
Klappentext:
„Zweihundert Jahre habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere – nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt.“
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?

Fazit:
Diese Buch war Inhalt der tollen Avas Box vom Juni. Ehrlich gesagt, hätte ich mir dieses Buch niemals gekauft. Der Klappentext klingt einfach so extrem nach Teenie-Kitsch und schnulzigem Kram. Und ich muss auch zugeben, dass ich auf den ersten Seiten auch bereits einige Male die Augen verdrehen musste. Ab einem gewissen Punkt konnte es mich aber dann doch so richtig packen und ich versank förmlich in dieser, leicht düsteren, Geschichte. Der wunderbare, bildhafte, Schreibstil der Autorin, entführte mich dabei ins wunderschöne, verwinkelte Venedig. Da ich dort selbst schon war (allerdings als Kind), konnte ich den Beschreibungen der Autorin, über Venedig, gut folgen und empfand diese auch als sehr zutreffend. Die Idee der ganzen Geschichte, ist toll und hat mich fasziniert. Die Liebe spielt in der Geschichte natürlich eine große Rolle, da nur die wahrhaftige Liebe Erlösung bringen kann.
Mit wahrhaftige Liebe ist hier vor allem oft die romantische Liebe zwischen Mann und Frau gemeint. Andere Arten der Liebe (wahre Freundschaft, Familie etc.) kamen dadurch etwas zu kurz. Denn auch diese Art der Liebe ist, meiner Meinung, nach Wahrhaftig. Ich hätte es auch sehr gut und erfrischend gefunden, wenn man auch die Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern eingebunden hätte. Irgendwie scheint das generell in diesem Genre oft zu fehlen, obwohl es meiner Meinung nach ebenfalls dazugehören würde und völlig normal und richtig ist. In diesem Buch erscheint mir dadurch der Begriff der wahrhaftigen Liebe ein wenig starr und sehr festgelegt. Das fand ich etwas schade, da gerade diese Geschichte viel Potential hat um die Vielseitigkeit von Liebe darzustellen. Zum Ende hin nimmt dann die Geschichte noch mal ordentlich an Fahrt und Spannung auf. Auch wenn die Geschichte eigentlich abgeschlossen ist, bin ich dennoch sehr gespannt darauf ob es evtl. noch weitere Bände geben wird.
Ansonsten wurde ich aber sehr gut unterhalten und ich kann es sehr weiterempfehlen, vor allem Fans von Romantik und leicht düsterer Fantasy, sollten hier auf Ihre Kosten kommen :).

Meine Wertung:
4 von 5 Tales Corner

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