Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: We have always lived in the Castle


Autorin: Shirley Jackson
Seiten: 176
Erscheinungsjahr: 1962
Verlag: Penguin Classics
Kurzbeschreibung:
Die Schwestern Mary Katherine und Constance Blackwood leben zusammen mit Ihrem Onkel Julian am Rande eines Dorfes. Dort leben sie in Ihrer eigenen kleinen Welt, mit eigenen Regeln und sind geschützt vor fremden, neugierigen Blicken. Die restliche Blackwood Familie ist bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen, nur die drei sind übrig. Seit dem mysteriösen Tod der Familie, wird Constance immer wieder von den Dorfbewohnern verdächtigt, an dem Unglück Schuld zu sein. Daher verlässt Sie nie das Haus. Lediglich Mary Katherine muss immer jeden Dienstag und Freitag ins Dorf um Einkäufe zu erledigen. Dort ist sie den Blicken und Lästereien der Dorfbewohner ausgesetzt, weshalb sie froh ist wenn Sie wieder im sicheren Heim ist.
Mary Katherine lebt in Ihrer eigenen Fantasiewelt und gibt sich diversen Tagträumen hin, während Constance darauf bedacht ist, dass alles seine Ordnung hat und der durchgeplante Alltag nicht durcheinander gebracht wird. Onkel Julian ist an den Rollstuhl gefesselt und beschäftigt sich mit den Umständen des Todes der restlichen Familien Mitglieder. Denn alle sind zur gleichen Zeit in diesem Haus gestorben…
Um die „Welt“ bzw. Art und Weise von Mary Kathrine etwas besser zur beschreiben füge ich euch mal den Klappentext mit an:
Ich heiße Mary Katherine Blackwood. Ich bin achtzehn Jahre alt, und ich lebe zusammen mit meiner Schwester Constance. Ich habe oft gedacht, dass ich mit ein bisschen Glück als Werwolf auf die Welt gekommen wäre, weil Mittel- und Ringfinger an beiden Händen gleich lang sind, aber ich muss mich mit dem zufriedengeben, was ich nun einmal bin. Ich wasche mich nicht gern und mag weder Hunde noch Lärm. Ich mag meine Schwester Constance, Richard Plantagenet und Amanita phalloides, den grünen Knollenblätterpilz. Sonst lebt niemand mehr von meiner Familie.
Besonderheiten:
Die Optik der englischen Deluxe Edition ist sehr schön, meiner Meinung nach. Das Cover gefällt mir sehr gut und erinnert mich an alte Horrorgeschichten à la Edgar Allen Poe oder ähnliches. Die Seiten des Buches haben einen rauen Buchschnitt, was ich besonders gerne mag. Ich finde das einfach hübsch und auch passend zu diesem Buch.
Fazit:
Ich war geflashed! Die Atmosphäre, welche beim Lesen entsteht ist einmalig. Melancholisch, bedrückend, düster, gemischt mit einer Spur von Humor aber immer mit bitterem Beigeschmack. Die Geschichte und die schrägen, kauzigen Charaktere reißen einen regelrecht mit. Für mich hat es sich absolut gelohnt dieses Buch zu lesen. Es ist definitiv etwas besonderes, denn nicht jedes Buch schafft es eine solche Stimmung zu erzeugen. Ich kann das Buch empfehlen, vor allem wenn man auf Gothic Novels steht.
Die Autorin, Shirley Jackson, ist hierzulande leider nicht ganz so bekannt. Dabei hat sie einige sehr beliebte Werke verfasst, wie z.B. „Spuk in Hill House“ oder „Die Lotterie“, welche ich auch noch lesen möchte. Ersteres wurde sogar Verfilmt als „Das Geisterschloss“. Die Autorin war vor allem bekannt für Ihre atmosphärischen Gruselgeschichten gepaart mit Psychologischen Aspekten und hat dafür, nach Ihrem Tod, einen Edgar Allen Poe Award verliehen bekommen.

Meine Wertung:
5 von 5 Tales Corner

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