Montag, 23. Oktober 2017

Rezension: Scythe - Die Hüter des Todes von Neal Shusterman

Neal Shusterman // 528 S. //
 2017 // Fischer / Sauerländer Verlag

Darum geht's:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …



Meine Meinung

Also eins ist Sicher, dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Die Idee, der Schreibstil, die Spannung – einfach super.

Mir fehlen immer noch ein wenig die Worte und die Rezension geht mir gar nicht so leicht von der Hand, denn manchmal ist es gar nicht so einfach Begeisterung auszudrücken. Ich versuche es mal ein wenig aufzuteilen.

Die Idee und Story:

Einfach Wahnsinn - im positiven Sinne. Der Autor hat hier eine sehr interessante Utopie geschaffen. Die Menschheit ist Unsterblich, soweit vielleicht nichts ungewöhnliches für Romane aller Art. Die Unsterblichkeit wird ja doch ab und zu mal Thematisiert, auch wenn es evtl. "nur" um Vampire oder diverse Untote geht.
In dieser Geschichte geht es jedoch um die ganz normale Menschheit, die keine Krankheiten, keine Armut und keine natürliche Sterblichkeit mehr kennt. Allerdings gibt es dennoch ernste Probleme, wie z.B. die Überbevölkerung, die gelöst werden müssen. Und genau hier kommen die sogenannten Scythe ins Spiel. Menschen müssen also weiterhin sterben, trotz Unsterblichkeit. Das Buch wirft dabei viele moralische Fragen auf und ich musste selbst ständig darüber nachdenken, ob dieses und jenes nun besser oder schlechter wäre und ob die Menschheit so überhaupt existieren könnte oder ob das Ganze überhaupt irgendwie möglich wäre.
Es ist einfach eine Thematik, die extrem zum nachdenken anregt. Das macht sich beim lesen deutlich bemerkbar und man versinkt richtig darin, so ging es mir jedenfalls. Es hat einfach unheimlich viel Spaß gemacht und war wirklich unterhaltsam. Die Geschichte entwickelt sich immer weiter und je mehr man darüber nachdenkt, desto komplexer erscheint sie einem. Bisher ist mir auch noch kein vergleichbares Buch untergekommen.

Der Schreibstil:

Ich mochte den Schreibstil sehr. Es lies sich alles flüssig und schnell lesen, der Autor schreibt einfach toll. Bildhaft, aber nicht zu schnörkelig. Rasant und spannend, aber nicht zu übertrieben. Klar und deutlich - gut und leicht zu verstehen.

Abschließendes Fazit:

Großartig. Toll geschrieben, viel Spannung, eine Geschichte die zum nachdenken anregt, eine unfassbare, unglaubliche Idee - die super umgesetzt wurde.
Ich bin einfach begeistert und kann dieses Buch ganz klar empfehlen. Es war für mich ein Lesehighlight. Jetzt warte ich Sehnsüchtig auf Band 2, welcher vermutlich im Frühjahr 2018 erscheint. Übrigens wird das Buch gerade verfilmt (hoffentlich gut ;)).
Die anderen Bücher des Autors klingen auch sehr vielversprechend und sind bereits auf meiner Wunschliste gelandet.

Das war mal eine etwas längere, andere Rezension. Ich finde es gar nicht so schlecht die Rezension aufzuteilen in verschiedene Abschnitte und dafür die "Sterne" Bewertung wegzulassen. Manchmal kann man Bücher einfach nicht eindeutig nach Punkten, Herzen oder Sternen und Co. bewerten. 
Was haltet Ihr von dieser Form der Rezension? Oder doch lieber Sterne und Co.?

Kommentare:

  1. Huhu :)

    Ich mag die Sterne/Herzen etc. immer ganz gerne, da man auf einen Blick nochmal sieht, ob dir das Buch gefallen hat, oder nicht ;) Aber auch so ist deine Rezension richtig super und das Buch steht bei mir bereits auf der Wunschliste.

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Facebook)

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  2. Vielen Dank :). Das freut mich zu höten. Ja, mal sehen was ich mir da noch so einfallen lasse.
    Vielleicht auch sonst einen kurzen Begriff oder Satz als Bewertung, der sofort ins Auge springt oder soetwas in der Art.

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  3. Hey Isa,

    also ich persönlich teile meine Rezis ja auch immer in Kategorien ein und finde dies auch sinnvoll :) Am Ende habe ich immer zusätzlich eine Bewertung/ Herzchen, denn viele Blogleser möchten einfach gerne etwas "handfestes" - sie möchten auf einen Blick sehen können, wie gut dir ein Buch gefallen hat, auch im Vergleich zu anderen Büchern oder Blogs. Es erleichtert de Lesern sozusagen das Lesen deiner Rezis. :) Den Stil deiner Rezensionen finde ich übrigens für den Anfang richtig gut! Bist ja noch nicht lange dabei, wie ich sehe, aber machst dich sehr gut :)

    Liebe Grüße
    Lena ♥

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    1. Ja, das stimmt. Es ist natürlich gut wenn man soetwas gleich auf den ersten Blick sehen kann. Ich werde mir da wieder was einfallen lassen :).

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